So verbessern wir die Demokratie

 

 

 

Klimawandel, Migration, Nationalismus - wir stehen vor großen Herausforderungen. Alles verändert sich, nur die Demokratie hat lange kein Update mehr erhalten. Junge Leute wollen mehr Mitbestimmung und Gerechtigkeit. Dazu gibt es zwei neue Ideen: Das Amt des Ausgleichers, der neutral und nachhaltig handelt, und die Kammer der Freien Bürger, ein Parlament, bei dem jeder Bürger zu jeder Zeit die Politik mitgestalten kann, ohne sich an eine Partei binden zu müssen. Alle Folgen einer Entscheidung sollten bedacht werden, auch jene, die sich erst nach langer Zeit und an weit entfernten Orten auswirken. Fernziel ist die Schaffung einer ausgeglichenen und bewussten Gesellschaft.

 

Konrad Pilger

Ausgleicher und Awarokratie - Manifest für eine bewusste Gesellschaft

Softcover Euro 7,99   ISBN 978 3948098 148

E-Book erscheint demnächst.

 

Uns haben zahlreiche Anfragen zu den Ideen von Konrad Pilger erreicht. Deshalb hat der Autor sie zu einem Sachbuch zusammen-gefasst. Hier einige Auszüge:

Der Ausgleicher - die Ausgleicherin

 

Warum braucht es ein Update der Demokratie?

 

Einige Menschen besitzen Milliarden Dollar, andere müssen mit zwei Dollar am Tag überleben. Einige Menschen wohnen in Palästen, andere haben Angst vor Obdachlosigkeit. Einige besitzen viel politische Macht, andere dürfen nichts entscheiden. Einige Generationen verschwenden und zerstören das natürliche Erbe der Menschheit (Rohstoffe, saubere Umwelt, Artenvielfalt), viele andere müssen mit den Folgen leben.

 

Auch die Demokratie, die sich als bisher beste Regierungs-form erwiesen hat, führte nicht zu zufriedenstellenden Ergebnissen. Dabei ist die Lösung der Probleme denkbar einfach. Wir sollten die Philosophie des unbegrenzten Wachstums durch eine Philosophie des gerechten Ausgleichs ersetzen. Wachstumskritik ist keineswegs neu, es fehlte bislang nur an effektiven Methoden, um die Entwick-lung in die gewünschte Richtung zu lenken. Warum nicht jemanden beauftragen, der sich darum kümmert? Freiheit und Gerechtigkeit gehören zu den Grundwerten unserer Gesellschaft. Warum fügen wir nicht Ausgeglichenheit hinzu? 

 

 

 

 

 

Der Ausgleicher (m/w/d) - ein neues Amt in der Demokratie

 

 

Wenn auf der einen Seite Überfluss herrscht und auf der anderen Seite Mangel, sollte jemand für den Ausgleich sorgen. Wenn Unrecht herrscht und einzelne Kräfte zu viel Macht besitzen, sollte jemand die Kräfte ausgleichen - eben ein Ausgleicher.

Aufgaben und Eigenschaften des Ausgleichers:

 

1. Ganzheitlich handeln

Der Ausgleicher soll unabhängig und gerecht im Sinne des großen Ganzen handeln. Er wahrt die Interessen aller Menschen, sowohl die der heute lebenden als auch die der kommenden Generationen, und ist dem Wohl aller Pflanzen, Tiere und Lebensräume verpflichtet. Berücksichtigt werden alle Folgen einer Entscheidung, nicht nur die unmittelbaren, sondern auch jene, die sich erst nach langen Zeiträumen und an weit entfernten Orten auswirken.

 

2. Neutralität wahren

Ein Ausgleicher darf während seiner Amtszeit Mitglied keiner politischen Partei, keines Verbandes und keiner sonstigen Interessenvertretung sein. (...) 

 

Ende des Ausschnitts.

Die Kammer der Freien Bürger

 

Mängel im System

 

Das parlamentarische System hat den Nachteil, dass der Bürger bei Wahlen seine Stimme abgibt - und dann ist sie weg für die nächsten vier oder fünf Jahre. Innerhalb dieser Frist gibt es keine Möglichkeit, Einfluss auf die Politik zu nehmen. Außerdem ist der Bürger gezwungen, komplette Pakete einzukaufen. Es ist nicht möglich, nur einzelne Elemente auszuwählen.

Ein alternatives Parlament

 

Geleitet wird es von einem Ausgleicher, dessen Funktion vergleichbar ist mit der eines herkömmlichen Parlaments-präsidenten. Zusätzlich übernimmt er Kontrollaufgaben, vor allem die Überprüfung der Anträge. Jeder Bürger darf zu den Sitzungen erscheinen, darf Fragen stellen, sich beschweren, eine Petition zu einer Volksbefragung einreichen, eine Problemlösung vorstellen oder darum bitten, einen lokalen Streit zu schlichten. Er ist nicht gezwungen, über ganze Pakete von Lösungen zu entscheiden, sondern kann in jeder Sachfrage individuell auswählen.

 

 

 

 

 

Der Ausgleicher hat das Recht, Anträge von vornherein abzulehnen. Etwa wenn sie gegen die Menschenwürde verstoßen, wie die Wiedereinführung der Todesstrafe. In jedem Fall muss eine wissenschaftliche Beratung erfolgen. Projekte, die mehr Schaden als Nutzen bringen, werden ebenfalls abgelehnt.

 

 

Mangel an Ideen

 

Politiker versprechen seit vielen Jahren mehr soziale Gerechtigkeit, passiert ist nichts. Neben mangelndem Willen könnte es auch daran liegen, dass ein Mangel an Ideen herrscht. In Deutschland gibt es nur wenige Tausend Berufs-politiker, die die wichtigen Entscheidungen treffen - oder eben nicht treffen. Die Weisheit und die Kreativität von Millionen Bürgern bleibt ungenutzt.

 

 

Mehr Köpfe, mehr Ideen, mehr Chancen

 

Die Kammer der Freien Bürger bietet die Gelegenheit, diese Ideen einer großen Anzahl von Menschen vorzustellen, sie darüber abstimmen zu lassen und sie gegebenenfalls auch umzusetzen. Die Chancen auf eine Lösung des Problems sind dadurch millionenfach höher.